Seit den 1950er versuchen
uns Vertreiber sämtlicher Produktonsstätte umzuerziehen. Und
das auf Hochtouren. Den größten Teil davon übernimmt die
Marketingabteilung. Und viele dieser Abteilungen sind so hartnäckig
und dauerhaft präsent, dass die Kunden sich nahezu belästigt
fühlen. Denn bei der Maße an Produkten die man mittlerweile auf
dem Markt findet, scheint es gar keinen anderen Weg zu geben, als
eine neue Gattung eines Superkunden zu erschaffen.
Dabei kommt den Produktionen
zu Gute, dass noch immer der sogenannte Nachkriegshunger auf diverse
Produkte nachwirkt. Der amerikanische Durchschnittsbürger kauft
doppelt soviel wie vor dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges.
Abgenommen hat das bisher noch nicht. Eher im Gegenteil. Doch auch
dieser Massenkauf scheint nich auszureichen. Ernst Dale sagte zu dem
Thema: "Die Absatzwirtschaft in ganz Amerika steht vor einer
Tatsache, die sie schwer schlucken kann: Amerikas Fähigkeit zu
produzieren hat vermutlich seine Fähigkeit zu konsumieren
überflügelt." Doch trotzdem scheint niemand einen Grund zu
sehen die Massenherstellung herunterzufahren. Konsum wird gerade zu
zur gemeinschaftlichen Bürgerpflicht.
"Wir wollen nicht, dass
Menschen sich zu alten Dingen hingezogen fühlen, sie sollen das neue
lieben." Das sagte der Diktator aus einem Roman mit
Zukunftsvisionen von Aldous Huxley. Und dieses Zitat beschreibt das
Ziel des Marketings gerade zu perfekt. Wir sollen uns nicht lange mit
Gegenständen aufhalten die schon in unserem Besitz sind. Nein, wir
sollen so schnell und so viel wie möglich neukaufen. Selbst Kinder
werden schon mit Werbung angesprochen. Markenpreferenzen bilden sich
bereits ab dem zweiten Lebensjahr.
Doch auch wenn das alles
vielleicht erschreckend wirkt, die meisten Menschen akzeptieren es
einfach ohne sich die Mühe zu machen darüber nachzudenken. Und das
obwohl uns Werbung in Massen umgibt. Forschungen gehen davon aus,
dass 3000 Werbebotschaften pro Tag auf uns einwirken. Drei Jahre lang
verbingt ein Fernseh guckender Mensch mit Fernsehwerbung. Computernutzende sogar noch ein paar Monate mehr. Erschreckend wenn
man hört wie viel Zeit unseres Lebens wir daran verschwenden.
Vielleicht lohnt es sich
also doch darüber nachzudenken, ob man wirklich einer dieser
sogenannten "Superkunden" werden will.
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